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Our journey will start in Solothurn in the northern part of Switzerland, leads us on to the Aare river, the Rhine and eventually to Rotterdam in the Netherlands.
Yes, Sir, we're heading for the North Sea!
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Cities on our way
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We plan on starting our tour the Sunday, the 6th of July 2003 and proceed until the first or second week of August.
We hope to provide dates for our arrivals in the various cities for people who might want to join.
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.: Names of some ships (Basel-Strassbourg) :) :. |
2003-08-23
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LRG 26, BENJA, TMS-DIAMOND, SOMBRA, EILTANK42*, THEODELA, GANGES*, ADRIANA, TOMIRA*, MORITZ, NEW VISTA*, SOMTRANS IX, CHARISMA*, RP BIRSFELDEN, EILTANK 21, BRASIL*, BOSCO*, NORDHAFEN*, SUSANNE, NAVITAS*, HELENA*, BERN, SANTA MARIA*, ATLANTA, LYNN*, RENASA*, SANTA FE*, MERCUR*, DOLPHIJN, KRISPIJN, MARJON, FIONCIA*, PETRUSSE, ANROBA, AURORA, JAN-S*, CAMARO*, ZEIT-IST-GELD, EVERINGEN*, MORITZ, EILTANK 20*, LAURENT/LAURENZ*, ONEGA, LOVE BOAT. |
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- author: alpenjon
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.: Interview @ virus.ch :. |
2003-08-16
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A short interview was broadcasted today, 11:40 at the Swiss radio show "Virus". Deemage did a life-recording off the web. It is available here:
http://tour.galez.org/tour.galez.org_at_virus.ch.ogg |
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- author: alpenjon
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.: Reisebericht, Teil 2 :. |
2003-08-07
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Wir dachten schon die Tour sei gelaufen oder wir müssten ein neues Gummiboot kaufen, doch unsere Reparatur war erfolgreich und am nächsten Morgen konnten wir unser Boot wieder voll aufpumpen. Das nächste Ziel war Bonn. Bei Gewitter mussten wir aus Sicherheitsgründen kurz an land gehen, den folgenden Tag regnete es nur. Wir beschlossen etwas billiges gegen Regen zu besorgen, fanden aber auch in Bonn nichts. Bei einer Bank meinen Travellercheque eintauschen gehen. Ich fragte auf Hochdeutsch aber mit meinem rustikalen schweizer Akzent ob das möglich sei. Der Bankangestellte nahm darauf (vielleicht auch wegen meinem Strohut) an, dass ich englischsprachig sei und hat mit mit dem allerdeutschesten Englisch gesagt, dass es hier nicht möglich sei, ich solle doch zu einer Bank ein Paar hundert Meter weiter hinten in der Altstadt gehen.
Es ging weiter Richtung Köln. Auf einem Campingplatz am Rhein hatte es 4 Stellen wo die Überschwemmungspegel markiert waren. Das letzte Mal geschah es diesen Januar. Es war schon beeindruckend, wenn man das sich so vorstellte. Deshalb hatte es auch nur genau eine funktionierende Herrendusche ohne warmes Wasser.
Plötzlich kamen wir bei einer Ortschaft namens Neuwied vorbei. Wir erinnerten uns, dass es das Ziel von unserem Gummibootskollegen Peter war. Köln kam schon bald darauf. Wir legten wieder mal mitten in der Stadt an und gingen den Kölner Dom anschauen. Als wir dann beim Boot unseren Tagesproviant einluden kam die Wasserpolizei. Auch sie meinten unsere Sache sei illegal. Ich erwiederte jedoch, dass ich das bei den Rheinschifffahrtsbehörden abgeklärt habe und das nicht wahr sein kann. Danach fragten Sie uns woher wir den kommen und wohin wir gehen. Danach liessen sie uns weiterpaddeln.
Das Tagesziel war nun Düsseldorf. Wir waren relativ spät, also so gegen 13 Uhr gestartet. Dank keinem Gegenwind und akzeptabler Strömung schafften wir an dem Tag die nötigen 50 Kilometer. Gerade als wir unser Zelt vor der Skyline von Düsseldorf aufgestellt hatten setzte ein Regen ein, der erst als wir morgens aufstanden wieder aufhörte. Leider wurde so nichts mit unserem Samstagabend in Düsseldorf. Am nächsten Tag beschlossen wir dann doch noch kurz die Altstadt (welche Solothurn vom Stil her ähnlich ist) anzuschauen, uns wieder mal was warmes zu essen zu gönnen und die dortige Spezialität Altbier zu degustieren.
Nach Düsseldorf gingen wir wieder mal einkauffen. Da wir seit 3-4 Tagen auf keinem Campingplatz mehr waren, wo man unsere Kleider hätte waschen können (und der Rhein war zu schmutzig), kaufte ich ein neues 3 Euro T-Shirt. Allgemein sahen wir mittlerweile wie Obdachlose aus (unrasiert seit dem Start), was ein vorbeifahrender Velofahrer mit "Aus welchem Land kommt ihr denn?" quittierte.
Dann ging's schon der holländischen Grenze zu. Drei Leute in Camouflage und einem grünen motorgetriebenen Militärschlauchboot fingen uns ab und fragten, ob bei uns alles OK sei. Ich hatte dazumal einen hervorragend doofen "POLITIE" (holländisch) Kinderspielhelm an, der wohl, zusammen mit unserem Gummiboot, einen geistig zu umnachteten Eindruck hinterliess. Wir beruhigten die Leute und so fuhren sie schon wieder woher sie herkamen.
In Holland kam wieder eine Patroullie, welche fragte ob wir nach Rotterdam fahren und uns dann den Rat gab immer schön am Ufer zu fahren. Am nächsten Tag wieder eine "Politie" Patroullie welche die üblichen Fragen stellte ("Denkt ihr das ist vernünftig mit so einem Boot?"), danach aber Fotos von uns machten. Bei Nijmegen, der ersten grösseren holländischen Stadt konnten wir keinen Campingplatz finden, suchten also am Bord irgendwo eine akzeptable Stelle. An der ersten Stelle schien alles OK zu sein, hinter einer Steinmauer hatte es einfach, gerade neben der Altstadt, einige Kühe die dort grasten und aus dem Rhein tranken. Schon in Norddeutschland waren viele Wiesen am Rhein gelegen, wo Kühe, Schafe und Pferde aus dem Rhein tranken. Wir haben gesehen was da alles so reinfloss (z.B. Abwasser von etwa 6 AKWs) und fanden das nicht ganz unbedenklich. Wir paddelten darauf mit enormen Kraftaufwand fast rechtwinklig ans andere Ufer. Auch dort war alles mit Kuhfladen dekoriert. Weiter hinten im Gebüsch fanden wir noch einige Matratzen, Bier, einen Aschenbecher. Wahrscheinlich lebte da ein Obdachloser. Schlussendlich legten wir dann doch einen Kilometer weiter hinten an, wo wir befürchten mussten, der Wind blase unser Zelt weg. In der Stadt mussten wir feststellen, dass wir praktisch kein Wort holländisch sprachen. Nicht ein mal ein Dankeschön ("Dankewell"). Aber praktisch alle Holländer sprechen zeimlich gut English, die älteren oft auch ein bisschen Deutsch. Trotzdem fanden wir, nach einem Coffeeshop, ein Internet Café um die neusten Bilder hochzuladen.
Am nächsten Tag, gingen wir in einem absoluten Provinzdorf einkaufen. Als ich barfuss war schnitt eine Scherbe eine 4 cm lange Schnittwunde in meinen Fuss, welche blutete und in einer Apotheke versorgt werden musste. Später ging's in eine Bäckerei. Richtiges Brot konnten wir dort nicht finden. Das typisch holländische Brot hat die Form eines länglich rechteckigen Kuchens und ist mindestens eben so weich. Was das ganze noch toppte war als die Verkäuferin das Brot durch eine Maschine liess und es so in 30 Tostscheiben unterteilte. Danach suchten wir noch einen Supermarkt auf. Hier fanden wir für wenige Euros Regenschirme, beschlossen dann aber nur einen zu kaufen. Schon beim Boot bereuten wir es, da ein Platzregen einsetzte. Wir verkrochen uns eine halbe Stunden unter unserer grossen Regenblache. Immer wieder kamen Schauer, und so probierten wir mal zu Abwechslung mit der Blache über uns gestülpt weiterzupaddeln, was einen ziemlich lächerlichen eindruck machte. Der Regen setzte ein, wir verkrochen uns unter der Blache, liessen uns treiben, paddelten, nur die Köpfe aus der Blache herausragend, ein paar Meter weiter etc. So hatten wir eine viertelstunde für 300 Meter. Es war so hoffnungslos unbeholfen. Wir fanden die Situation bodenlos komisch und krümmten uns vor lachen. Am Ufer war gerade ein Auto mit zwei Insassen parkiert, welche sich wohl fragen mussten was wir da eigentlich tun.
Am nächsten Tag war es ausgesprochen sonnig. Wir legten an einem Sandstrand an und gingen einkaufen. Als wir zurückkamen setzten wir uns auf unser Boot und füllten uns den Magen. Dann ein lauter Knall. Die zweitgrösste Luftkammer war wegen der Mittagshitze (und weil ich sie zu stark aufgepumpt hatte) geplatzt. Trotzdem konnten wir weiterfahren. Später teilte sich plötzlich der Fluss. In der Mitte waren Wegweiser. Links "Nieuwe Merwede", rechts "Beneden Merwede". Unser Kartenmaterial war ziemlich minimalistisch. Wir hatten nur Kilometerzahlen und die Angabe, dass hier eine Abzweigung ist. Ich fragte also 3 Rentner, welche mir dann sagten wir müssen rechts gehen, um nach Rotterdam zu gelangen. Wir fuhren etwa 20 Meter weiter und stellten fest, dass hier das Wasser ja rückwärts floss. Offenbar machen sich hier schon Ebbe und Flut bemerkbar. Nach einer langen Pause liess der Aufwärtsstrom ein wenig nach und wir fuhren einen Kilometer weiter, wo wir bei einer Wiese campierten. Es war ziemlich schön dort, gesäumt von wilden Hecken und Bäumen; solche Ufer waren in Norddeutschland selten zu finden. Man fühlte sich fast wie zu Hause.
Trotz Ebbe kriechte der Rhein nur so vor sich hin. Mit dem Gegenwind war es wieder einmal ein "Krampf" bis wir in Dordrecht ankamen. Hier teilte sich wieder der Fluss und wir waren schon wieder aufgeschmissen. Ein paar Senioren, welche dort auf einer Bank pausierten konnten uns wieder helfen, wir mussten rechts abbiegen.
Gegen Abend sahen wir dann, fast ungläubig, die ersten Hochhäuser von Rotterdam. Da die nächsten Kilometer alles überbaut sein würde legten wir etwa 10 Kilometer vor Downtown Rotterdam an. Wir überquerten einen Wanderweg und fanden eine idyllische Wiese und dahinter einen Wald. Sogar der Rasen unter dem mächtigen Baum schien wie extra für uns gemäht. Später fanden wir aus wieso: Kühe grasten sich ihren Weg gegen unseren Baum, der wohl zu ihrem Revier gehörte. Schliesslich packten wir panisch unsere Sachen ins Zelt und beobachteten die Kälber, welche in einem Halbkreis, natürlich stillschweigend vor uns standen. Nach einigen Minuten wurden wir ziemlich nervös. In meiner Hilflosigkeit stellte ich den Radio an, um sie zu vertreiben. Sie starrten allesamt wie versteinert auf das Gerät, was nach einer Minute die Situation noch unterträglicher machte. Wir stellten die Musik wieder ab und vertieften uns in eine Diskussion, was nun zu tun ist. Den Kälbern wurden wir langweilig und eins nach dem andern ging wieder zum Grasen über. Wir gingen schlafen. Am morgen weckte uns lautes Schnauben am Zelt. Die Kälber waren wieder da. Eins kippte unser blaue Tonne um und machte erschrocken einen Satz zurück. Wir mussten befürchten von panischen Kälbern zertrampelt zu werden. Wieder zogen sie ab und wir fuhren weiter nach Rotterdam.
Rechts an einem Strand sahen wir ein paar Afrikaner zu Trommelmusik ein Taufritual zu vollziehen. Also ich würde mich in dem Wasser nicht taufen lassen :)
Dann kam ein grosses gelbes Boot auf uns zu. Angeschrieben mit "Port of Rotterdam". Wir erklärten unser Unterfangen und bekamen promt eine Sonderbewilligung, um von Rotterdam bis zum Meer zu paddeln. Trotzdem hielt uns eine halbe Stunde später die Polizei an und nahm unsere Personalien auf. Sie erlaubten uns schliesslich nur bis 15 km ans Meer zu fahren. Später kam noch ein gelbes Boot, welches zur Feuerwehr gehörte, wie sich später herausstellte, und machte Fotos von uns. Danach gaben Sie uns zwei Liter Wasser, einen Plan in dem Ebbe- und Flutzeiten eingezeichnet waren sowie eine "Tourist Guide to Rotterdam". Wir bedankten uns, gaben ihnen unsere E-Mail-Adresse und legten schon bald an, da die Flut kam. Mit dem Zug fuhren wir kurz nach Rotterdam und besichtigten die Stadt. Unsere letzten Bilder wurden auf die Homepage hochgeladen und ein Kurzer Statusbericht geschrieben. Die Feuerwehrleute waren so freundlich und schickten uns die Fotos, welche sie von uns gemacht hatten. Unser Zelt mussten wir auf einer halben Müllhalde bei absoluter Dunkelheit (wir waren die ganze Tour über ohne Taschenlampe ausgekommen) aufstellen. So lagen wir auf dicken Brombeerästen und Steinplatten. Für mich zumindest gab es genau eine Stellung, in der ich ohne Schmerzen liegen konnte. Am Morgen waren wir gerädert.
Wir beschlossen, trotz den Anweisungen der Polizei bis ca. 2 km ans mehr zum Hafen von Hoek van Holland zu fahren.
Dies ging gut, nur eines der freundlichgesinnten Feuerwehrboote hat uns noch ein Stück weit begleitet. Neben uns zogen gewaltige Fähren vorbei, welche Leute und Autos nach England transportierten. Die Wellen waren nur geringfügig grösser als von den kleineren Frachtern. Nun sahen wir endlich einen flachen blauen Horizont. Wir konnten es fast nich glauben, wirklich endlich am Ende zu sein. Nach genau 4 Wochen, am 3. August, waren wir endlich so weit. Die Muskeln hatten sich seit etwa zwei Wochen ans tägliche durchpaddeln angepasst, aber die Gelenke unserer Finger und die Handglenke schmerzten und waren teilweise geschwollen. Wir legten beim Hafen an, nahmen unsere Sachen aus dem Boot und danach hatte ich die Ehre, unser Boot mit einem chinesischen 2 Euro Sackmesser abzustechen und damit fast unterzugehen. Wir schnitten uns noch Andenken aus dem Boot heraus (Ventile und den Schriftzug tour.galez.org) und assen etwas. Wieder mal besuchte uns die Politie und gab uns 5 Minuten, um von hier zu verschwinden. Am Abend ging's noch in die Stadt, in der erstaunlich wenig los war. Um 3 Uhr Morgens sah es von den Leuten her wie in Solothurn, einfach ein bisschen grösser aus. Die grossen Parties waren wahrscheinlich in den für uns zu Fuss unerreichbaren Aussenbezirken. Danach fuhren wir mit dem Zug nach hause. Der Zug fuhr grösstenteils dem Rhein entlang. So machten wir in allen grossen Städten halt, wo wir zuvor mit dem Gummiboot waren. Am Abend endlich zu hause. ENDLICH wieder einmal duschen, rasieren, frische Kleider anziehen, anständig essen, etwas anderes als Radio hören... Wir fühlten uns wie Flüchtlinge aus einem Zwangslager, hatten uns aber schon bald wieder erholt, obwohl die Finger immer noch schmerzen. |
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- author: alpenjon
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.: Galez Boat Tour 2003 Finished! :. |
2003-08-04
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Blackjack and myself returned today back home by train. We both feel like having to recover a week or two by just doing nothing at all ;) There is a new picture gallery from Hoek van Holland! |
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- author: alpenjon
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.: Rotterdam. :. |
2003-08-02
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BTW: Passed Rotterdam today. Spending the evening downtown and taking on the last 15km to the Sea tomorrow! Returning on Monday (probably). Uploaded two new picture galleries. Enjoy and Greetz to all back home - Galez Boat Team Cpt. D. Corona (COmmunicator ROtterdam NAvigator, formerly known as alpenjon) and good old black. |
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- author: Cpt. D. Corona
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.: I-Net Cafe in Nijmegen (NL) :. |
2003-07-29
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Struggling against the wind in Holland. Expected arrival date in Rotterdam: August, 1st. Picture loss due to using floppies... |
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- author: alpenjon
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.: Reisebericht :. |
2003-07-24
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Reisebericht
Beim Start in neuen Hafen bei Solothurn waren unerwartet viele Leute anwesend. Dies natürlich nicht wegen uns, sondern wegen einem Triatlon, der an demselben Tag dort stattfand. Lucilia und Padi brachten die von der Kulturfabrik Solothurn gesponserte Kiste Bier mit und dafür klebten wir vier Stickers auf unser Boot.
Schon nach einigen Metern stellten wir fest, dass es nicht genug Strömung hat, um uns nur treiben zu lassen. So ruderten wir mehr oder weniger die ganze Zeit. Das nachgeschleppte Fass, in welchem Schlafsäcke und Zelt verstaut waren, bremste uns kaum.
Nach Aarau beim Anlegen in einem Wald hatten wir dann das erste Loch im Boot. Dies wurde geflickt, pfadfindermässig Gerstensuppe gekocht und am nächsten Morgen beim Start gleich wieder zwei Löcher reingemacht. Ein Junge, der im Wald spazieren ging, fragte uns ob wir von Solothurn kämen, was uns ziemlich ersataunt hatte.
Etwa zwölf Wasserkraftwege mussten wir auf unserem Weg nach Basel hinter uns bringen. Viele Male schleppen, einige male konnte man einen Wärter anrufen, welcher eine Transportvorrichtung bediente, zweimal sogar die ganze Machinerie selbst bedienen. Vor den Schleusen hatte es kaum Strömung; mühsames paddeln. Schon bald kam die Deutsch-Schweizerische Grenze, was wir erst bemerkten als die Preise mit Euro angeschrieben waren.
Mitten auf der Strecke war da plötzlich ein anderes Gummiboot mit einem Mann um die 35 am Ruder. Auch mit Fass. Peter, denn so hiess er, erzählte uns, dass er von Köln komme und seit Schauffhausen auf dem Rhein unterwegs nach Hause ist. Von da an Reisten wir zusammen. Gastfreundlich wie er war kochte er uns viele köstliche Kartoffelsuppen (welche eine erfreuliche Abwechslung zu Brot, Käse und Karotten waren) und erzählte uns von seiner Jugend in der Sowjetunion.
Dann kam Basel-Land. Der Polizist, mit dem ich Wochen zufor telefoniert hatte, kam promt mit seinem Polizeiboot und meinte, unser Boot sei hier illegal. Wir zeigten ihm jedoch einen E-Mail Ausdruck von einer Korrespondenz mit einem Polizisten aus Basel-Stadt. Laut Gesetz war unser Gummiboot ein Paddelboot, und dies sei folgerichtig erlaubt. Nach einer fast hitzigen Diskussion und schuldbewuste Eingeständnisse unsererseits liess er uns dann passieren.
Als wir wartend bei der letzten Schleuse vor Basel dastanden wurden wir über einen schlecht justierten Lautsprecher, der mal zu leisewar, mal sich überschlug, vom Wärter gewarnt. Deshalb verstanden wir auch weniger als die Hälfte. Was wir verstanden haben war in einem erstaundlich gelangweilten und desinteressierten Baslerdialekt "Sii, dasch lebesgfeäölöch, aber äs isch nid mi läbä". Thomas meinte darauf "Dasch äuä ou so eine wo meint mir mache das zum Schpass!". Er liess uns jedenfalls dann doch passieren und so zogen wir in Basel ein. Die Frachter umschifften wir mehr oder weniger akzeptabel und mit der stärkeren Strömung kamen wir auch klar. Der Peter parkierte sein Boot rechts am Bord um seiner Familie zu Hause zu telefonieren. Wir wollten ein Stückweit weiter hinten anlegen, wo ich eigentlichmit einem Kollegen abgemacht hatte und um Lebensmittel zu kaufen.
Zuvor passierte aber uns noch ein Feuerwehrschiff, dann ein Polizeiboot und ein Polizeirennboot. Die Polizisten auf dem Rennboot fragten uns ob alles bei uns in Ordnung sei, was wir bejahten. Wortlos düsten sie weiter, nur um später wieder zurückzukommen und uns zu fragen, ob jemand vermisst sei. Danach baten sie uns, weiter hinten am Polizeidock anzulegen. Wir fragten die Polizisten, ob ein Unglück passiert sei, doch die meinten die ganzen Boote seien wegen uns im Einsatz; in ganz Basel-Stadt sind Gummiboote ausdrücklich verboten. Was mit dem anderen Gummiboot weiter oben sei wurde nachgefragt. Unsere Personalien wurden aufgenommen und einige Tausend Franken Busse würden wahrscheinlich auf uns zukommen. Wir zeigten jedoch aus hier unseren Zettel und dann meinten Sie, der Polizist, mit dem wir korrespondiert hatten, hätte uns doch darauf hinweisen sollen, was er offensichtlich nicht tat. Von da an wurde der Polizist deutlich freundlicher und offerierte uns zu guter letzt noch unser Boot an die Deutsche Grenze zu fahren! Dem Thomas fiel unterwegs sein Hut ins Wasser worauf das Polizeiboot extra eine Wende machte und ihn herausfischte. Der Hut, so wie Thomas´ Armeetaschenmesser und meine Unterhosen gingen dann später trotzdem noch endgültig baden.
Beim Zoll meinte der Angestellte der Rheinschifffahrtspolizei es sei tatsächlich in Deutschland absolut in Ordnung mit einem Gummiboot rumzupaddeln. Er erklärte uns auch den Weg über die Grenze, wo es einen Supermarkt hatte.
Wir fragten uns dann was sie wohl mit dem Peter gemacht hatten. Einige Kilometer später kam er doch tatsächlich nachgepaddelt. Er ging nach dem Telefonieren noch einkaufen und als er zurück kam war die Polizei schon gegangen. Offenbar wollte sich niemand die Mühe machen, bei seinem Gummiboot auf ihn zu warten.
Die nächsten 200km waren alles Gestaute Kanäle mit öden Graswiesen ringsum. Ein bis zwei Kilometer vor den Schleusen floss das Wasser sogar noch rückwärts. Ein Entspurt musste jedesmal her, was unseren sechsstündige Paddelsession stets abrundete. Dann ging der Simon, der uns bisher begleitet hat, nach Hause, dafür kam der Urs 3 Tage bis Strassbourg mit. Dort hat es zum ersten mal eine Stunde geregnet. Bis heute hat es dann nur noch ein Mal Gewittert, über das Wetter können wir also kaum klagen.
Eine Flaschenpost wurde noch verfasst, Titel "Flasche findet Flasche" :)
Nach Strassburg überwanden wir die letzten zwei Schleusen und gleich danach hatte es eine wunderbare 7km/h Strömung, auf der wir 3 Tage rumchillten. In Speyer verliess uns der Peter, da er die nächsten Tage 220km nach Köln machen wollte, um dann noch mit seinem Bruder in die Ferien zu gehen.
Der Technoentzug machte sich bei mir bemerkbar, und so war ich hocherfreut, als zwei Typen uns mit einem Flyer anhauten und fragten ob wir Jungle hören. Die Party war ziemlich klein aber sehr gemütlich.
Am nächsten Tag konnten wir das erste Mal in ein Internet Cafe und News auf unsere Page schreiben. Zudem kam ein deutsches Päärchen ein Paar Tage mitpaddeln. Dann kam Mainz, wieder zu wenig Strömung. Nach 20 Kilometer paddeln kam wieder mal ein Polizeiboot. Wir meinten schon, die kommen uns wieder darauf hinweisen, dass wir nich in der Fahrtrinne der Frachter rumfahren sollten, doch dieses Boot fuhr langsam an uns vorbei. Sie sagten jedoch nichts, hatten nur eine grosse Kamera auf uns gerichtet. Reflexartig winkte ich in die Kamera und vergass promt meine Mutti zu grüssen (d´oh!). Die Leute mit der Kamera bordeten Später noch einen Frachter. Wahrscheinlich wurde da ein Dokumentarfilm gedreht.
Der Rhein schlängelte sich durch eine hüglig-bergige Landschaft gesäumt von märchenhaften Burgen und Schlössern durch. Dann Kam die Loreley. Dann wurde es wieder mal Nacht und wir mussten anlegen. Dabei flog uns fatalerweise noch ein ganzes Ventil ins Wasser. Auch nach verzweifeltem Tauchen unauffindbar. Gestrandet in der Loreley. Mit der Jugendherberge randvoll mussten wir wieder mal campieren. Am nächsten Tag ging´s mit einer grossen Luftkammer weniger weiter. Obwohl es ziemlich eng und unbequem zum sitzen war konnten wir uns erfolgreich bis Koblenz über Wasser halten. Hier fanden wir nach Ladenschluss einen speziellen Bootsladen, der noch extra für uns kurz aufmachte und uns mit einem Ersatzventil und einer Art Leim-Isoliermasse versorgte. Danach suchten wir einen Campingplatz auf, gingen italienisch essen und dann gleich in das Internetcafe vis-a-vis, wo ich nun sitze. |
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- author: alpenjon
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.: We´re in Koblenz (D) :. |
2003-07-24
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I-Net Cafe is closing... Not more time for more ;( Greetz to all back home! |
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- author: alpenjon
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.: Internet Kaffee in Speyer :. |
2003-07-19
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We´re currently in Speyer a few kilometers after Karlsruhe. We had to paddel some 150km but now the Rhine is going about 7km/h. Peter who makes a tour from Schaffhausen to Köln left us and the team El Strando arrived right now. They will be joining us the next 3 days.
Oh yeah, we were at a Jungle poardey yesterday (pas mal) ;) |
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- author: alpenjon
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.: Galez Team changed :. |
2003-07-14
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I almost forgot to mention, that last saturday deemage (meself) left the Galez Team and left his place for lenum who is now accompanying blackjack and alpenjon until thursday. |
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- author: deemage
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.: Busted in Basel :. |
2003-07-12
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Yesterday, the Galez Team caused a massive police action in Basel. They sent out two small boats with 3 or 4 officers inside, another larger police boat and last but not least a fire boat. They wanted to save us, but fortunately we were all still alive. They told us it's very dangerous to ride an inflatable boat because of all the big ships and that it's absolutely forbidden in Basel. After some discussions they brought us to the german border and we could continue our tour. Now let's hope we don't have to pay the action they started because of us... |
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- author: deemage
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.: galez tour has started! :. |
2003-07-07
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the galez boat tour has started yesterday morning.
here you can find some pictures:
http://www.galez.org/galerie/?id=3
alpenjon, blackjack and deemage are already in aargau (still on the Aare river and in Switzerland ;-) according to the SMS I got from alpenjon on this evening. they had to patch a hole in the boat. more news coming... stay tuned :-) |
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- author: pimuri
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We would be delighted if other people would join us at any point of the tour.
Requirements:
- Inflatable Boat w/ oars and repair kit. Length +2.5m if starting in Switzerland.
- Life jackets for every person in the boat.
- Professional map with all dangerous obstacles.
- Waterproof money to buy food.
- Counter-measures against rain and sun.
- The will to complete the tour.
- Slogans promoting Free Galez or whatever you like.
- Whatever floats your boat (ghetto-blaster, etc.).
If you have questions etc. feel free to contact me: tour@galez.org or ICQ#: 150861966
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